HEKS - Hilfswerke der Evang. Kirche

HEKS Tagung zu Osteuropa: Historische Altlasten hemmen Versöhnung

    Bern (ots) - Der 18. Osteuropa-Tag des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS fand am 21. Januar in Bern unter dem Titel "Zukunft braucht Erinnerung" statt. Rund 300 Personen nahmen an der ersten von mehreren Jubiläumsveranstaltungen zu 60 Jahren HEKS teil.

    An der Tagung im Berner Grand Casino Kursaal standen osteuropäische Staaten nach dem Zerfall der Sowjetunion im Blickpunkt. Nach Grussworten von Nationalratspräsident Claude Janiak sprach die serbische Menschenrechtsaktivistin Sonja Biserko. Sie hat schon früh vor der Politik von Slobodan Milosevic gewarnt. 1994 hat sie das serbische Helsinki-Komitee für Menschenrechte ins Leben gerufen. Für Biserko steht fest, dass Versöhnung nach den Jugoslawienkriegen erst dann möglich ist, wenn vergangene Kriegsverbrechen aufgearbeitet werden.

    Der Konflikt auf dem Balkan zeigt aber auch, dass Religion für politische Interessen missbraucht werden kann. Richard Friedli, Religionswissenschaftler aus Fribourg, berichtete in seinem Referat vom Einfluss der Religionen auf die Politik. In diesem Kontext schätze er auch die bewusst anwaltschaftliche Arbeitsweise des HEKS in einer zunehmend dichter vernetzten transnationalen Zivilgesellschaft der Religionen. "Nichtregierungsorganisationen sollen", sagte Friedli und bezieht sich auf das Gründungsthema der HEKS-Werke, "grenzüberschreitende ‚Brücken werden."

    In acht Workshops berichteten HEKS-PartnerInnen aus Albanien, Rumänien, Tschechien, Aserbaidschan und VertreterInnen der Roma-Minderheit in Serbien von ihrem Arbeitsalltag. Ihren Erfahrungen ist gemeinsam, dass historische und soziale Altlasten die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Gerechtigkeit und Versöhnung hemmen.

    Sie können die vollständigen Redetexte der ReferentInnen als PDF-Dokumente unter www.heks.ch herunterladen.

Ots Originaltext: Heks Internet: www.presseportal.ch

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