Verkehrshaus der Schweiz

Marcel Ospel schenkt dem Verkehrshaus ein Unikat - einen Aston Martin V8 Vantage Shooting Brake

Querverweis: Die Bilder wurden durch Photopress über das Satellitennetz von Keystone verbreitet. Der schnellste Kombi der Welt steht neu im Verkehrshaus in Luzern! Luzern (ots) - Im Verkehrshaus der Schweiz steht seit kurzem der mit über 600 Pferdestärken stärkste Kombiwagen der Welt. Ein Schweizer Unternehmen baute einen Aston Martin - Sportwagen in einen Kombi der absoluten Spitzenklasse um. Die neueste Donation durch den bekannten Schweizer Bankier Marcel Ospel bestätigt die Aufgabe des Verkehrshauses als nationales Gedächtnis für die Technik- und Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Beim britischen Sportwagenhersteller Aston Martin wurde 1964 auf Wunsch des damaligen Werkinhabers erstmals ein Kombi gebaut, denn auch der Hund des Firmenbesitzers sollte endlich bequem und standesgemäss mitgeführt werden können. Aus demselben Grund wurde bei dem nun im Verkehrshaus der Schweiz ausgestellten Automobil aus einem exklusiven Sportwagen ein sportlicher Kombi entwickelt. Eine noble Automarke in Verbindung mit kunsthandwerklich geprägtem Karosseriebau - dies erinnert an die grosse Zeit der schweizerischen Karosseriebaukunst der Zwischenkriegsjahre mit bekannten Namen wie Graber, Ramseier oder Köng. Einer der Erben dieser Tradition ist die im bernischen Frauenkappelen beheimatete Karosserie- und Mechanik-Werkstatt von Beat Roos. Für einen ausländischen Kunden baute er 1996 den serienmässig hergestellten Aston Martin V8 komplett neu auf. Die Firma Roos ergänzte die Karosserie, optimierte den Motor und die Konstruktion. Das Design des Wagens hebt sich von den üblichen Sportwagenlinien und von den alltäglichen Familienkombis ab. Entstanden ist eine eigenständige Form, ein Auto der sportlichen Luxusklasse - der wohl stärkste Kombi der Welt. Später wechselte der Besitzer und das sehr spezielle Auto kam wieder in die Schweiz zurück. Mit der Schenkung an das Verkehrshaus der Schweiz kann es nun einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Vielleicht der schönste, sicher aber der schnellste Kombi der Welt war nicht nur konstruktiv, sondern auch finanziell mit Kosten von über 800'000 Schweizer Franken ein sehr aufwändiges Projekt. Trotzdem präsentiert sich dieses Luxusautomobil im Vergleich zum Aufwand in einer sehr sachlichen und funktionalen Schlichtheit. Überblickt man die Verkäufe im Luxusautomobilbereich, so ist dieses ausgesprochene Understatement für die wohlhabenden Schweizer im 20. Jahrhundert sehr charakteristisch. So erklärt sich etwa auch der landestypische Erfolg der Firma Bentley gegenüber den anteilmässig klar schwächeren Verkaufszahlen der Marke Rolls Royce, welcher üblicherweise ein höheres Sozialprestige zugebilligt wird. Pioniergeschichten Legendäre Automobile mit berühmten Besitzern gehören zu den Hauptattraktionen in der Ausstellung Strassenverkehr im Verkehrshaus in Luzern. Die Sammlung stellt Pionierpersönlichkeiten ganz unterschiedlicher Art vor. Der älteste erhaltene Rennwagen der Schweiz wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts von Mitgliedern der berühmten Genfer Familie Dufaux konstruiert und gefahren. Die vier Cousins Dufaux leisteten mit ihren Automobilen, Motorrädern und Flugzeugen einen wesentlichen Beitrag zur Popularisierung dieser neuartigen motorgetriebenen Fahrzeuge. Das persönliche Rennfahrzeug von Enzo Ferrari - noch als Rennfahrer der Scuderia Alfa Romeo - ist ein weiteres einzigartiges Juwel der Ausstellung. Mit dem persönlichen Fahrzeug des erfolgreichen Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler, einem kleinen Fiat Topolino (sic!), kommt nicht nur ein interessanter Teil der aufkeimenden Massenmobilität zum Ausdruck, sondern es wird auch ein Einblick in die schweizerische Sozialgeschichte gewährt. Mit Marcel Ospel und seinem britisch-schweizerischen Aston Martin steht der jüngste Pionier für eine moderne, globalisierte Schweiz. Vier Pioniere und ihre Automobile führen so auf unerwartete Weise durch die Mobilitätsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ein bekannter Donator Marcel Ospel, der Präsident des Verwaltungsrates der UBS AG, hat nicht nur einen exquisiten Geschmack für Automobile, sondern hält auch das Verkehrshaus für eine bemerkenswerte Institution. Mit seinem Wagen soll eine legendäre Automarke und schweizerisches Karosserie- und Motorenhandwerk als technisches Kulturgut in die Sammlung des Verkehrshauses übergehen. Für Marcel Ospel ist das Verkehrshaus die erfolgreichste und attraktivste Museumsinstitution der Schweiz sowie das aktuellste Gedächtnis für unsere jüngste Entwicklungsgeschichte. Technische Daten Typ Aston Martin V8 Vantage Shooting Brake Baujahr 1996 Karosserie handgefertigte Alukarosserie auf Stahlbasis Abmessungen 4745 x 1944 x 1320 mm Motor V 8 Zylinder, Aluminium Motorkonstruktion el. Einspritzung, 2 Kompressoren 0,8 bar, 2 Ladeluftkühler Hubraum 5341 ccm Bohrung 100 mm Hub 85 mm Leistung 612 PS (450 KW) Kompressor 8,2:1 Drehmoment 820 Nm (83,6 mkp) Neuaufbau/Tuning Roos Engineering LTD, Frauenkappelen/BE Leergewicht 2035 kg Tank 102 l Geschwindigkeit 320 km/h ots Originaltext: Verkehrshaus der Schweiz Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Verkehrshaus der Schweiz Hans Syfrig, Leiter Pressestelle Tel. +41/41/375'74'72 Fax +41/41/370'61'68 E-Mail: media@verkehrshaus.org [ 013 ]

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