Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

EVD: Landwirtschaft: Verluste wegen Trockenheit werden ausgeglichen

      Bern (ots) - Landwirte, die wegen der Trockenheit ihre Tierbestände
um 10 Prozent oder mehr reduzieren mussten, erhalten den dadurch
entstehenden Verlust an Direktzahlungen nach Abzug eines
Selbstbehaltes ausgeglichen. Der Bundesrat hat heute die
entsprechende Verordnung verabschiedet und auf den 15. November 2003
in Kraft gesetzt. Die Trockenheitsverordnung ist auch
Rechtsgrundlage für trockenheitsbedingte Betriebshilfedarlehen. Wenn
Landwirte wegen der Trockenheit Raufutter verzehrende Nutztiere
(RGVE) verkaufen mussten, sinkt der für die Höhe der Direktzahlungen
massgebende Tierbestand. Die Bewirtschafter können dadurch im
kommenden Jahr wesentliche Beitragsverluste erleiden. Um diese
negative Entwicklung möglichst zu verhindern, hat der Bundesrat
jetzt in der Trockenheitsverordnung festgelegt, dass die Kantone auf
Gesuch hin die RGVE-bezogenen Beiträge gestützt auf die Tierzahlen
des Jahres 2003 ausrichten. Die folgenden Voraussetzungen müssen
dabei erfüllt sein: Der Tierbestand wurde auf Grund der Trockenheit
und dem damit verbundenen Mangel an Raufutter um 10 Prozent oder
mehr, mindestens aber um 2 RGVE reduziert, und die
Betriebsverhältnisse haben sich im 2004 gegenüber dem Vorjahr nicht
wesentlich verändert. Voraussetzung ist auch, dass die
Direktzahlungen nicht aufgrund des Einkommens oder des Vermögens
gekürzt oder verweigert werden.

    Weil die Landwirtschaft naturgemäss einem Witterungsrisiko ausgesetzt ist, wird nicht der gesamte Betrag des Vorjahres ausgerichtet. Die Landwirte haben einen Selbstbehalt von10 Prozent, maximal 2000 Franken, zu tragen.

    Betriebe, die als Folge der Trockenheit wesentliche Ernteausfälle oder trockenheitsbedingte Zusatzkosten in der Höhe von total mindestens 10'000 Franken belegen, können nach der Trockenheitsverordnung beim Kanton ein Gesuch um ein Betriebshilfedarlehen einreichen. Bei Ernteausfällen sind die normalen Ernteschwankungen ausgeschlossen. Als Zusatzkosten werden insbesondere ausserordentliche Futterzukäufe, Futtergelder und Wasserkosten berücksichtigt.

    Die im Rahmen der Verordnung beschlossenen Massnahmen haben keine Mehrausgaben gegenüber dem Budget für die Jahre 2003 und 2004 zur Folge.

Auskünfte: Bundesamt für Landwirtschaft, Sektion Allgemeine Direktzahlungen, Daniel Meyer, Tel. 323 53 34



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