Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

EVD: Massnahmen zugunsten des Traubensafts

      Bern (ots) - Der Bundesrat hat heute beschlossen, Beiträge für die
alkoholfreie Verwertung eines Teils der Traubenernte 2003
auszurichten. Die gleiche Massnahme war im vergangenen Jahr sowohl
bei den Rebbauern wie auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten
sehr erfolgreich. Die Aktion beschränkt sich auf die Traubensorten
Chasselas und Müller-Thurgau. Der Weinsektor befindet sich
gegenwärtig in einer schwierigen Situation. Die liberalere
Importregelung ist dafür jedoch nicht allein verantwortlich.
Vielmehr haben sich auch die Präferenzen der Konsumentinnen und
Konsumenten geändert. Die vom Bund geförderten Umstellungen im
Rebbau sind auch in diesem Jahr weiter fortgeschritten, sie werden
jedoch erst in zwei bis drei Jahren Wirkung zeigen. Der Bundesrat
hat deshalb beschlossen, den Rebbau in diesem Herbst nochmals mit
einer Traubensaft-Aktion zu unterstützen. Die Massnahme entlastet
kurzfristig den Weissweinmarkt der Sorten Chasselas und
Müller-Thurgau. Mit den maximal 7 Millionen Franken werden rund 3,5
Millionen Liter, oder 5 Prozent des Weisswein- Konsums, vom Markt
genommen. In den am stärksten betroffenen Weinbaugebieten sollten
sich die Preise für Trauben, die zu Saft, Sauser oder ähnlichen
Produkten verarbeitet werden, denjenigen für Wein angleichen. Die
Finanzmittel werden nur jenen Kantonen bereitgestellt, welche
mindestens die Produktionsbeschränkungen von 2002 fortschreiben.

    Die Massnahme steht im Einklang mit der Strategie der Agrarpolitik 2007, wie sie das Parlament eben beschlossen hat. Dazu gehören die Gewährung von Umstellungsbeiträgen sowie die Unterstützung der Absatzförderung im Inland und beim Export. Im letzten Punkt wird insbesondere von der Branche mehr Effizienz erwartet. Der Marktanteil der Schweizer Weine beträgt gegenwärtig 42 Prozent. Der Bundesrat ist überzeugt, dass dieser Anteil gehalten oder gar gesteigert werden kann.

Auskünfte: Bundesamt für Landwirtschaft, Pierre Schauenberg, Tel. 031 324 84 21



Weitere Meldungen: Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

Das könnte Sie auch interessieren: