Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

Stossrichtungen für eine schweizerische Wachstumspolitik - EVD publiziert Bericht

    Bern 8ots) - Der Wachstumsrückstand der Schweiz ist auf ein unbefriedigendes Wachstum der Arbeitsproduktivität zurückzuführen - dies eine der zentralen Aussagen des Wachstumsberichts, den Bundesrat Pascal Couchepin heute vorgestellt hat. Der Bericht, der die Determinanten des Wirtschaftswachstums analysiert, wurde als Reaktion auf die wirtschaftliche Stagnation der letzten zehn Jahre vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement verfasst. Das EVD argumentiert, Wachstum mache es leichter, den sozialen Ausgleich zu verwirklichen und die Entkoppelung von Umweltbelastung und Wachstum zu finanzieren - ganz abgesehen von höheren Löhnen oder Arbeitszeitverkürzungen für den Einzelnen. Eine interdepartementale Arbeitsgruppe hat vom Bundesrat den Auftrag erhalten Massnahmen im Interesse von mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätzen zu erarbeiten.

    Der Wachstum der Arbeitsproduktivität wird durch sechs Determinanten bestimmt, welche nicht allgemeine gesellschaftliche Rahmenbedingungen reflektieren, sondern durch die Wirtschaftspolitik im weiten Sinn bis zu einem gewissen Punkt gestaltbar sind. Diese sechs Determinanten sind:

    - die Wettbewerbsbedingungen auf dem Binnenmarkt
    - der Einfluss der öffentlichen Finanzen auf das
        Wirtschaftsgeschehen
    - die internationale Öffnung
    - das Humankapital
    - die Innovationsleistung
    - die gesamtwirtschaftliche Stabilität.

    Der Bericht folgert, dass es zunächst das hohe Arbeitsvolumen der Schweiz zu sichern gilt. Für eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität soll in erster Linie eine neuerliche Intensivierung des Wettbewerbs im Binnenmarkt sorgen. Unter der Prämisse einer stabilisierten Staatsquote besteht Raum für wachstumsfördernde Steuerreformen. Die aussenwirtschaftliche Verflechtung und damit der Nutzen aus der internationalen Arbeitsteilung können weiter gesteigert werden. Ein anderes, noch besser zu erschliessendes Wachstumspotential liegt in einer vermehrten Beteiligung an Ausbildungen auf der Tertiärstufe, während mehr marktrelevante Innovation vor allem dank günstigen Rahmenbedingungen für dynamisches Unternehmertum zu erwarten sind. Und ein weiterhin stabiles makroökonomisches Umfeld begünstigt die Entfaltung der Wachstumskräfte, schliesst der Bericht.

    Nur eine departementsübergreifende Strategie, die auch das Handeln der Kantone mit einbezieht, vermag die Schweiz auf einen höheren Wachstumspfad zu bringen.  Die konkreten (wirtschafts-) politischen Massnahmen, welche von der interdepartementalen Arbeitsgruppe «Wachstum» nun identifiziert werden, sollen vom Bundesrat ins Legislaturprogramm 2003 - 2007 aufgenommen werden. Konkrete Ergebnisse aus diesem zweiten Teil des Unterfangens, der Schweiz zu mehr Wachstum zu verhelfen, sind im Frühjahr 2003 zu erwarten.

ots Originaltext: EVD
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