Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

Presserohstoff Spirit of Davos - Stiftung the Spirit of Davos

Bern (ots) - 1. Spirit of Davos - Stiftung «In the Spirit of Davos» Um den Dialog mit den WEF-Kritikern zu fördern, hat sich in Kreisen der Bündner Behörden die Idee einer Plattform «In the Spirit of Davos» entwickelt. Sie versteht sich als Prozess der Abkehr vom weitgehend in sich geschlossenen Szenario hin zur Entwicklung einer offenen Plattform, welche einen gewaltfreien Meinungsstreit zwischen den Kontrahenten ermöglicht. Erste Gespräche mit WEF-Kritikern ergaben, dass zwar kein Interesse an der Mitwirkung in einer solchen Trägerschaft, aber immerhin eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft besteht. Der oft zitierte «Spirit of Davos» Das «Spirit of Davos«-Konzept soll jedoch unabhängig von diesem Rückkehrentscheid umgesetzt werden mit dem Ziel, in Davos eine weltoffene Begegnungsstätte zum Menschheits-Thema der Globalisierung zu schaffen; d.h. ein partnerschaftlich erarbeitetes und von den interessierten Vertretern der Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft auszugestaltendes Spielfeld für freien Meinungsstreit, Dialog und Ideenaustausch zu zentralen Themen globaler Strukturpolitik. Mit diesem Spielfeld«-Szenario und dem darauf aufbauenden «Spirit of Davos«-Prozess soll eine Abkehr vom Davoser Bunker«-Szenario und eine Rückkehr zur Normalität der gewaltfreien aber durchaus intensiv-kritischen Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Kritikern der Globalisierung ermöglicht werden. 2. Ziele und Strategien der Stiftung «In the Spirit of Davos« Der «Spirit of Davos« soll: - Eine Trägerschaft bestehend aus Kanton Graubünden, Landschaft Davos Gemeinde und Bund erhalten, die eine Finanzierungs- und Organisations-basis für Anlässe zur Globalisierungsthematik im weitesten Sinne bilden kann; - eine Plattform für konstruktive und öffentliche Auseinandersetzungen über globale Themen zwischen Vertretern der Zivilgesellschaft, der Politik und der Wirtschaft bieten und hiefür schweizerische und internationale NGOs sowie Fachexperten, Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Religion einbeziehen; - Initiator und «Facilitator« geeigneter Anlässe sein und diese inspirieren, organisieren und unterstützen; - mit den an «Spirit of Davos«-Veranstaltungen interessierten Akteuren betreffend Themenwahl, Agenda, Terminierung eng zusammenarbeiten; - als Institution nationale und internationale Anerkennung finden, sowie Forschungs-arbeiten ausschreiben und auslösen können; - einen Preis für ausserordentliche Beiträge an Personen und Institutionen für konstruktive Beiträge zur Globalisierungsproblematik verleihen; - durchgeführte Anlässe auswerten und deren Resultate in geeigneter Form dokumentieren. Es geht dabei darum, die konfrontative Situation, die vor allem um das Annual Meeting des World Economic Forum 2001 in Davos zwischen dem WEF, den zuständigen Sicherheitsorganen einerseits und den Globalisierungsgegnern und -kritikern anderseits entstanden ist, zu entkrampfen und Voraus- setzungen für einen konstruktiven Dialog unter umfassender Beteiligung aller an der Globalisierungsthematik interessierten Organisation und Kreisen zu schaffen. Nur auf diese Weise dürfte es möglich sein, dass das AM WEF ohne derartige Spannungen und Ausschreitungen wieder in Davos durchgeführt werden kann. In diesem Sinne sollen auch nicht das WEF als Institution, sondern gemeinsame Inhalte und Interessen zur Debatte stehen. 3. Trägerschaft, Finanzierung Unter dem Namen «Spirit of Davos« soll eine Stiftung gegründet werden mit einem Stiftungskapital von Fr. 300'000.--, je Fr. 100'000.-- von Seiten des Kantons Graubünden, der Landschaft Davos Gemeinde und des Bundes. Dieses Stiftungs-kapital soll der Finanzierung von Projekten gewidmet sein und auch hiefür eingesetzt werden können. Zusätzlich soll Betriebskapital von Seiten anderer Interessenten - allenfalls WEF, Privatwirtschaft, Stiftungen, Instituten, etc. - bereitgestellt werden, das im Laufe des Jahres 2002 einzubezahlen wäre. Die Stiftung soll gemeinnützige Zwecke verfolgen, bzw. einen öffentlichen Auftrag erhalten und demzufolge steuerbefreit sein. Die Stiftungsgründung sollte Ende Januar 2002 (noch vor dem AM WEF 2002 in New York) angekündigt werden oder bereits erfolgen. Der Stiftungsrat soll sich aus je einem Vertreter des Kantons Graubünden (Vorsitzender des WEF-Aus-schus-ses), der Landschaft Davos Gemeinde (Landammann) und des Bundes (EDA/PA IV) zusammensetzen. Der Sitz der Stiftung soll Davos sein. Die Geschäftsführung könnte der Initiativgruppe übertragen werden. Zu den Aufgaben der Geschäftsführung gehört die Vorbereitung der Stiftungsratssitzungen, die Aufbereitung von Projekteingaben, die Umsetzung der Stiftungsratsbeschlüsse sowie die organisatorische und logistische Unterstützung von Projektanbietern. ots Originaltext: EVD Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Robin Tickle, Kommunikationschef EVD, Tel. +41 31 322 20 25

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