Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

Offizieller Arbeitsbesuch von Bundesrat Couchepin in Paris

    Berne (ots) - Bundesrat Pascal Couchepin, Vorsteher des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD), weilt am 10. und 11. September 2001 für einen offiziellen Arbeitsbesuch in Paris. Er trifft sich mit Laurent Fabius, Wirtschafts-, Finanz- und Industrieminister, sowie Elisabeth Guigou, Arbeits- und Solidaritätsministerin.

    Unser Nachbarland Frankreich ist in der EU und international ein wichtiger Akteur. Heute, wo die Schweiz und die EU eine neue bilaterale Verhandlungsrunde eröffnet haben, ist ein regelmässiger Dialog unerlässlich. Zur Diskussion stehen noch andere Themen im Zusammenhang mit der europäischen Integration (Euro, EU-Erweiterung, Reform der EU-Institutionen). Bei den Gesprächen soll auch die Frage der Ratifizierung des Abkommens über den freien Personenverkehr durch Frankreich erörtert werden.

    Die Entwicklung und die Perspektiven der internationalen, französischen und schweizerischen Wirtschaftslage, die Vorbereitung der nächsten WTO-Ministerkonferenz in Doha, die Steuerkonkurrenz zwischen den OECD-Ländern und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen werden ebenfalls Gesprächsstoff liefern.

    Weitere Themen sind die strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarktes unter dem Einfluss der Globalisierung sowie die französische Erfahrung mit der Arbeitszeitreduktion und die Frage der sozialen Modernisierung.

    Bundesrat Couchepin wird bei dieser Gelegenheit die Schweizer Handelsvertreter sowie eine Auswahl von Kaderangehörigen der wichtigsten französischen Industrie- und Finanzgruppen treffen.

    Frankreich ist in unseren bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die sich rasch entwickeln, ein gewichtiger Partner. Es klassiert sich als unser zweiter Kunde und unser dritter Lieferant. Gemäss der französischen Statistik (Strom inbegriffen) hat Frankreich im Jahr 2000 seinen dritten Handelsüberschuss mit der Schweiz erzielt. Für Schweizer Unternehmen, die im Ausland investieren, ist Frankreich der fünftwichtigste Standort. Der wirtschaftliche Elan des Nachbarstaates und die Stellung, die er unter den Export- und Importländern von Direktinvestitionen einnimmt, sind es wert, dass diese Beziehungen in Zukunft noch ausgebaut werden.

    Struktur 2000

    Importe: Maschinen: 15.3%; Fahr- und Flugzeuge: 12.8%;     Chem. Produkte: 11.7%     Exporte: Maschinen: 26.1%; Chem. Produkte: 16.8%;     Pharmaz. Produkte: 12.3%

ots Originaltext: EVD
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