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Geld für Gastgeberfamilien: Die Schweiz setzt ein Zeichen

      Bern (ots) - Die Schweiz wird in Sri Lanka und Indonesien fast
19'000 Familien finanziell unterstützen, welche Tsunami-Opfer bei
sich aufgenommen haben. Diese Art der Hilfe ist nicht nur
kostengünstiger als die Unterbringung in Lagern – sie ist auch
sozial wirkungsvoller. Bis zu 100'000 Obdachlose können so dank des
familiären Umfeldes rascher und besser wieder in den Alltag
eingegliedert werden.

    Die Humanitäre Hilfe der DEZA hat mit ihren „Cash“-Programmen bereits im Kosovo, in Tschetschenien und der Mongolei gute Erfahrungen gesammelt. Dieses Wissen will sie nun auch in den vom Tsunami betroffenen Gebieten zum Einsatz bringen. Die entsprechenden Vereinbarungen werden dieser Tage unterzeichnet. Die DEZA hat insgesamt 4,3 Mio. CHF dafür freigegeben. Das Schweizerische Rote Kreuz SRK finanziert das Sri Lanka-Programm über ein Teilprojekt von einer Mio. CHF mit. Zudem klärt die DEZA eine Zusammenarbeit und Ausweitung des Programms mit der Glückskette und dem Schweizerischen Roten Kreuz ab.

    In Sri Lanka hat die DEZA ihre Absicht bekräftigt, 9'600 Familien über einen Zeitraum von sechs Monaten monatlich 40 CHF auszubezahlen. Die Hilfe kommt sowohl Familien zugute, welche unmittelbar nach der Flutwelle Menschen bei sich aufgenommen haben, als auch solchen, welche sich neu als Gastfamilien zur Verfügung stellen. Eine erste Geldtranche wird im März ausbezahlt; bis dann sollte die Registrierung und Verifizierung der Berechtigten abgeschlossen sein. Ausgehend von der Tatsache, dass eine Familie durchschnittlich 4-5 Personen bei sich aufnimmt, können so 40'000 bis 50'000 Menschen vor einem Lagerleben bewahrt werden.

    In einem weiteren Schritt möchte die DEZA im Rahmen von „Cash for repair“, respektive „Cash for relocation“, Betroffenen eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen, damit sie ihre Häuser reparieren oder woanders wieder aufbauen können. Zwei DEZA- Spezialisten werden zu diesem Zweck dem UNHCR sowie der Regierung beratend zur Verfügung gestellt. Die Gesamtsumme für die Bargeldhilfe an Gastfamilien in Sri Lanka beläuft sich auf 3,3 Mio. CHF.

    Mit Indonesien hat die DEZA vereinbart, in Banda Aceh im Rahmen von "Geld für Gastgeberfamilien" finanzielle Hilfe zu leisten. Auch hier erhalten bis zu 9'000 Familien, welche Obdachlose bei sich aufnehmen, monatlich je 40 CHF. Die Auszahlung von total 120 CHF pro Familie für die ersten drei Monate erfolgt im März. Dafür stellt die DEZA vorerst 1 Mio. CHF zur Verfügung. Weitere Phasen werden aufgrund der gemachten Erfahrungen geprüft werden.

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Weitere Auskünfte: Harry Sivec, Leiter Medien und Kommunikation DEZA Tel. 031 322 31 09 harry.sivec@deza.admin.ch

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