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DEZA: Wissen gehört allen! DEZA Jahresmedienkonferenz zum Thema «Wissen und Entwicklung»

      Bern (ots) - «Wissen ist der Motor jeder Entwicklung», sagte
Walter
Fust an der Jahresmedienkonferenz der DEZA. Er skizzierte die
Zukunft der Ostzusammenarbeit und die Schwerpunkte der diesjährigen
Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Projektbeispiele
illustrierten, wie durch Vermittlung von Wissen nachhaltige
Entwicklungsschritte gemacht werden können.

    Die konsequente Ausrichtung der DEZA-Programme auf die Umsetzung der Millenniums-Entwicklunsziele der UNO (Millennium Development Goals, MDG), die rechtliche und finanzielle Neuregelung der Schweizer Zusammenarbeit mit Osteuropa und der GUS sowie die Wahrung der Kontinuität in der Entwicklungszusammenarbeit mit den von politischen Krisen heimgesuchten Ländern Bolivien, Nepal und Georgien: Das sind wichtige Schwerpunkte der DEZA-Aktivitäten im Jahr 2004, wie Direktor Walter Fust anlässlich der Jahresmedienkonferenz in Bern erläuterte. Gleichzeitig will die DEZA die Öffentlichkeit und ihre Partner für die überragende Bedeutung von Wissen für die Entwicklung sensibilisieren.

    «Wissen ist die Voraussetzung, damit Menschen ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und ihr Leben aus eigener Kraft verbessern können. Es ist der wichtigste Motor jeder Entwicklung», begründete Fust die Wahl des Jahresthema 2004. «Die DEZA sieht deshalb seit jeher eine ihrer vordringlichsten Aufgaben darin, den Zugang zu Information und Wissen und ihre Nutzung zu fördern und zu erleichtern.» Neben der bilateralen und multilateralen Programmarbeit geschehe dies nicht zuletzt auch in Form von aktiven Bemühungen zur verstärkten institutionellen und fachlichen Vernetzung im In- und Ausland, sagte Fust.

    Wissen um vorwärts zu kommen Als Illustration stellte die DEZA drei Projekte vor, die exemplarisch dafür sind, wie durch den gezielten Einsatz von Wissen nachhaltige Fortschritte erzielt werden können. So unterstützt die DEZA beispielsweise in Albanien ein Ausbildungsprojekt für arbeitslose Jugendliche. Es besteht aus einem breitgefächerten Kursangebot, in dem sich die TeilnehmerInnen kostengünstig Kenntnisse in verschiedenen handwerklichen Berufen aneignen und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern können. Innerhalb eines halben Jahres nach Abschluss der Ausbildung finden heute über 80 Prozent der KursabsolventInnen ein Auskommen.

    Ein Projekt in El Salvador trägt erfolgreich dazu bei, die negativen Auswirkungen von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen auf die Armen zu verringern. Das erhebliche Wissen der lokalen Bevölkerung über die Natur wird dabei mit modernsten wissenschaftlichen Riskoanalysemethoden kombiniert und daraus ein umfassendes Präventions- und Wiederaufbauprogramm entwickelt.

    Nach dem weitgehenden Rückzug der Pharmaindustrie aus der Malariaforschung hat die DEZA zusammen mit anderen Geberagenturen eine neuartige Struktur geschaffen, um die Entwicklung dringend benötigter, neuer Malaria-Medikamente voranzutreiben. Das Projekt bringt zu diesem Zweck Vertreter aus der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand in einer innovativen Partnerschaft zusammen.

DIREKTION FÜR ENTWICKLUNG UND ZUSAMMENARBEIT (DEZA) Medien und Kommunikation

Weitere Auskünfte : Barbara Affolter, Pressesprecherin, Tel. 031 323 08 63,



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