Eidg. Departement des Innern (EDI)

Aufhebung des Absinthverbots

      (ots) - Der Bundesrat hat heute die Aufhebung des fast
hundertjährigen Absinthverbotes auf den 1. März 2005 festgelegt und
die notwendigen Verordnungsanpassungen verabschiedet. Im Sommer 2004
hatte das Parlament der Abschaffung des Absinthverbotes zugestimmt.
Heute wurde vom Bundesrat die Verordnungsanpassungen beschlossen und
der Termin für die Aufhebung bestimmt. Die Änderungen des Alkohol-
und des Lebensmittelgesetzes werden zu diesem Zeitpunkt in Kraft
treten. Bisher war Absinth in der Lebensmittelverordnung in Form
eines Verbotes definiert. Die Definition wurde nun in die Kategorie
der übrigen Spirituosen integriert. Um die Gesundheit der
Konsumentinnen und Konsumenten zu schützen, wird gleichzeitig der
zulässige Thujongehalt vom Departement des Innern analog den
Bitterspirituosen und in Übereinstimmung mit europäischen
Bestimmungen limitiert. Ob die Bezeichnung Absinth wegen der
Umschreibung in der Lebensmittelverordnung als Gattungsbezeichnung
beurteilt werden muss, soll später im Rahmen der Prüfung des Gesuchs
für eine Eintragung in das Register der geschützten
Ursprungsbezeichnungen (GUB) abgeklärt werden. Mit den heutigen
Beschlüssen wird eine unzeitgemässe Sonderregelung endgültig aus der
schweizerischen Lebensmittelgesetzgebung gestrichen. Ab dem 1. März
2005 wird Absinth den anderen Spirituosen gleichgestellt sein und
ebenso besteuert und kontrolliert werden, wie andere alkoholhaltige
Getränke. Bis zum 1. März 2005 bleibt Absinth weiterhin illegal.

EIDG. DEPARTEMENT DES INNERN Presse- und Informationsdienst

Auskunft: Bundesamt für Gesundheit, Christoph Spinner, 031 322 95 05 media@bag.admin.ch, www.bag.admin.ch



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