Bundesamt f├╝r Kommunikation (BAKOM)

BAKOM: Kostenlose Sperrung der 0900-, 0901- und 0906-Nummern

      Biel (ots) - Seit dem 1. Dezember 2003 m├╝ssen alle
Telefonanbieter ihren Kundinnen und Kunden die M├Âglichkeit bieten,
s├Ąmtliche 0900-, 0901- und 0906-Nummern ┬ľ oder wie fr├╝her nur die
0906-Erotiknummern ┬ľ kostenlos und auf einfache Weise zu sperren.
Diese Pflicht wurde mit dem Inkrafttreten einer Änderung der
Fernmeldediensteverordnung (FDV) eingef├╝hrt, welche das Bundesamt
f├╝r Kommunikation vorgeschlagen und der Bundesrat im Februar 2003
verabschiedet hatte.

    Mit dem Inkrafttreten des revidierten Artikels 31 FDV am 1. Dezember 2003 wird der Konsumentenschutz verbessert: Die Sperrung ┬ľ oder Entsperrung ┬ľ von Verbindungen zu 0900-, 0901- und 0906- Nummern wurde vereinfacht und ist neu kostenfrei. Bisher musste lediglich die Sperrung abgehender Verbindungen zu Diensten mit erotischem oder pornographischem Inhalt (0906) unentgeltlich zur Verf├╝gung gestellt werden.

    Die ge├Ąnderte Verordnung sieht ferner vor, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher die Sperrung selbst aktivieren oder deaktivieren k├Ânnen. Bei Festnetztelefonen muss dazu lediglich eine einfache Tastenkombination eingegeben werden. Bei Mobiltelefonen erfolgt die Sperrung oder Entsperrung ├╝ber einen Anruf auf eine Gratisnummer.

    Schutz gegen PC-Dialer Werden auf einer durch ein Modem benutzten Leitung s├Ąmtliche 090x- Mehrwertdienstnummern gesperrt, k├Ânnen auch keine Internetverbindungen ├╝ber solche Nummern hergestellt werden. So ist es auch f├╝r einen auf dem PC installierten Dialer (siehe Kasten 2) nicht mehr m├Âglich, sich beispielsweise ├╝ber eine 0906-Nummer ins Internet einzuw├Ąhlen.

    090x-Nummern geh├Âren zu den Mehrwertdienstnummern. Die ├╝ber solche Nummern in Anspruch genommenen Dienste (Ausk├╝nfte, Helpdesk, Gewinnspiele, Erotikangebote) werden ├╝ber die Telefonrechnung verrechnet. F├╝r solche Nummern besteht derzeit keine Preisobergrenze.

    Kasten 1: Getroffene oder k├╝nftige Massnahmen betreffend die 090x-Nummern:

01.04.2003: Das BAKOM publiziert die Liste der Inhaber von 090x- und 08xy- Nummern auf der Website www.e-ofcom.ch/liste

Fr├╝hling 2004: Inkrafttreten der revidierten Preisbekanntgabeverordnung, die namentlich folgende Massnahmen vorsieht: ┬Ľ Betr├Ągt der Tarif f├╝r eine Verbindung zu einer 090x-Nummer mehr als 2 CHF pro Minute oder pro Anruf, so muss er zu Beginn der Verbindung kostenlos angesagt werden. ┬Ľ Betr├Ągt der Tarif f├╝r eine Verbindung zu einer 090x-Nummer mehr als 5 CHF pro Minute oder 10 CHF pro Anruf, muss der/die Anrufer/in die Verbindung explizit best├Ątigen.

2005: Die Revision des Fernmeldegesetzes soll Folgendes erm├Âglichen: ┬Ľ Festlegung von Preisobergrenzen f├╝r 090x-Nummern ┬Ľ Einrichtung einer Stelle zur einfachen und raschen Schlichtung von Streitf├Ąllen betreffend 090x-Nummern

    Kasten 2: PC-Dialer PC-Dialer (Webdialer oder Dialer) sind Programme, die auf den PC heruntergeladen und installiert werden k├Ânnen. Sie erm├Âglichen es, sich ├╝ber eine andere Telefonnummer (z.B. eine 090x-Nummer) als die Nummer des Zugangsanbieters ins Internet einzuw├Ąhlen. Meistens funktionieren PC-Dialer mit Kabelmodem- oder ADSL-Anschl├╝ssen nicht und k├Ânnen sich nur auf Microsoft Windows installieren.

BAKOM Bundesamt f├╝r Kommunikation Amtskommunikation

Ausk├╝nfte: Caroline Sauser Pressesprecherin Bundesamt f├╝r Kommunikation Tel. +41 32 327 55 50 E-Mail: media@bakom.admin.ch



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