Eidg. Justiz und Polizei Departement (EJPD)

EJPD: Infostar ist bald landesweit in Betrieb Bundesrat setzt revidiertes Zivilgesetzbuch auf den 1. Juli 2004 in Kraft

      Bern (ots) - 28.04.2004. Mit dem System „Infostar“ wird der
Personenstand kĂĽnftig nur noch elektronisch beurkundet. Das
Zivilstandswesen in der Schweiz betritt damit eine neue Ă„ra der
Datenerfassung. Der Bundesrat hat am Mittwoch das revidierte
Zivilgesetzbuch und die AusfĂĽhrungsbestimmungen auf den 1. Juli 2004
in Kraft gesetzt.

    Alle Zivilstandsbehörden werden am 1. Juli 2004 an die zentrale Datenbank „Infostar“ angeschlossen sein, das vollelektronische Beurkundungssystem wird voraussichtlich bis Ende Jahr komplett in Betrieb sein. Damit werden die heutigen vier Einzelregister mit Informationen zu Geburt, Ehe, Tod und Kindesanerkennung sowie das Familienregister ersetzt, welche die Zivilstandsämter in der ganzen Schweiz bislang auf Papier gefĂĽhrt haben.

    Zusammenarbeit zwischen den Kantonen wird möglich Neu wird es Sonderzivilstandsämter geben, die unter anderem ausländische Entscheide und Urkunden ĂĽber Kantonsangehörige erfassen. In Zukunft ist auch eine interkantonale Zusammenarbeit von Zivilstandsämtern und kantonalen Aufsichtsbehörden möglich. Eine weitere Neuerung ist der Eidgenössische Fähigkeitsausweis fĂĽr Zivilstandsbeamtinnen und -beamte. Dieser auf einer Ausbildungsinitiative des Schweizerischen Verbandes fĂĽr Zivilstandswesen beruhende Ausweis und die seit dem 1. Januar 2000 in Kraft stehende Vorschrift ĂĽber einen minimalen Beschäftigungsgrad von 40 Prozent ermöglichen zusammen mit der vollelektronischen Beurkundung professionellere Dienstleistungen fĂĽr Private und Behörden.

Weitere AuskĂĽnfte: Rolf Reinhard, Bundesamt fĂĽr Justiz, Tel. 031  322 53 48



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