Eurotax Schweiz

Neuwagen mit weniger CO2-Ausstoss - trotz mehr PS und Hubraum
Alternative Antriebstechnologien haben einen schweren Stand

Freienbach (ots) - Von Januar bis Mai 2012 wurden in der Schweiz sowie im Fürstentum Liechtenstein 5,4% mehr Neuwagen zugelassen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (137'405 PW / +7'017 PW). Wie eine Detailanalyse der Verkaufszahlen durch die Marktexperten von EurotaxGlass's ergab, stieg die durchschnittliche Leistung je Fahrzeug auf 152 PS (+4 PS / +2.7%) und der Hubraum auf 1'842 ccm (+30 ccm / +1.7%). Trotzdem sank der durchschnittliche CO2-Ausstoss um 2% (Ø 150g/Km / -3g/Km). Positiv beeinflusst wird die CO2-Bilanz auch durch insgesamt 3'055 (+15 PW / +0.5%) alternativ angetriebene Neuwagen, obschon deren Anteil mit 2,2% nach wie vor im marginalen Bereich liegt. Im direkten Vergleich unterschiedlicher Antriebskonzepte weisen Elektromobile im laufenden Jahr mit +67,7% gleichwohl die mit Abstand grösste Wachstumsrate auf.

Mit optimierter Motorentechnik, Abgasaufladung, leichteren Materialien aber auch mit alternativen Antriebskonzepten reagiert die Automobilindustrie auf klima- und umweltpolitisch motivierte Forderungen nach ressourcenschonenderen Antriebstechnologien. Sinkender Verbrauch und stark verbesserte Emissionswerte sind die Folge - bei mindestens gleichbleibendem Nutzen und Fahrspass.

Trend zum Diesel erhöht die durchschnittliche Fahrzeugleistung

Die trotz öko-effizienten Technologien im Durchschnitt steigende PS-Leistung pro Fahrzeug kann unter anderem mit dem rasch wachsenden Dieselanteil bei Neuzulassungen begründet werden. Allein in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden 18,6% mehr Dieselfahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor! Damit stieg ihr Anteil am Neuwagenmarkt auf 36% (+4%; Benziner: 61,7%, -3,9%). «Diese Entwicklung ist zum einen auf die Dieselkraftstoff-Subventionierung in Europa und die damit einhergehende Modellpolitik der Hersteller zurückzuführen. Aus Konsumentensicht sprechen aber auch der im Vergleich zu Benzinern geringere Treibstoffverbrauch sowie das hohe Drehmoment im meist genutzten unteren Drehzahlbereich für den Kauf eines Dieselfahrzeuges», weiss Dr. Peter Ballé, Geschäftsführer von EurotaxGlass's Schweiz.

Alternativ angetriebene Fahrzeuge haben einen schweren Stand

Obschon die prozentualen Wachstumsraten bei neuzugelassenen Personenwagen mit alternativen Antriebstechnologien vereinzelt im hohen zweistelligen Bereich liegen, bleiben die absoluten Verkaufszahlen bescheiden. Weitaus am meisten gefragt waren erneut Hybridfahrzeuge - jeder 61. Neuwagen wird heute zweigleisig angetrieben - die Verkäufe stagnieren allerdings auf Vorjahresniveau (2'256 PW / +0.0%). Realistisches Wachstumspotential ist gemäss Ballé speziell im kleinräumigen Nahverkehr weiterhin auch Elektromobilen einzuräumen, obschon aktuell erst jeder 378. Neuwagen elektrisch angetrieben wird. «Mit dem seit diesem Jahr erhältlichen Modell Ampera zeigt Opel, dass alltagstaugliche Elektrofahrzeuge - insbesondere solche mit Range-Extender - durchaus auf Nachfrage stossen. Mit 131 Exemplaren konnte der krisengeschüttelte Autobauer aus Rüsselsheim mehr als ein Drittel aller in der Schweiz von Januar bis Mai 2012 verkauften Elektrofahrzeuge auf sein Konto verbuchen.»

Regional konzentrieren sich die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen vor allem auf die bevölkerungsreichen Kantone mit städtischen Ballungsgebieten wie Zürich (88 PW / 24,2%), Bern (35 PW / 9,6%), Aargau (34 PW / 9,3%), Waadt (22 PW / 6,0%) und Luzern (20 PW / 5,5%). In allen Kantonen - mit Ausnahme von Appenzell Innerrhoden - ist heute mindestens ein Elektrofahrzeug immatrikuliert.

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